Chios – auf der Suche nach der perfekten Bucht

Auf der Suche nach der perfekten Bucht haben wir mittlerweile die gesamte Insel umrundet. Der Osten und Süden ist touristischer, im Westen und Norden sagen sich Fuchs und Henne gute Nacht. 

Obwohl touristisch auch noch im ruhigeren Sinne gemeint ist. Wir haben die ganze Woche kein Wohnmobil gesehen, kein Auto mit deutschem oder österreichischem Kennzeichen, eigentlich gar kein ausländisches Auto. Ein einziges Mal haben wir eine Gruppe Franzosen gesehen, sonst nur Griechen. Hauptsächlich sind nach Amerika ausgewanderte Griechen hier auf Heimaturlaub. 


Wir fahren nahezu alle Buchten im Westen ab. Es sind wunderschöne kleine dabei, mit glasklarem türkisen Wasser und große Strände, überall nur ein paar Leute. Wirklich unglaublich. Aber wir sind nirgends 100%ig zufrieden, denn am liebsten wären wir ganz alleine. 


Daher fahren wir unendliche Wurmstraßen (Serpentinen) weiter, teilweise führen sie uns durch kleine Dörfer, wo es so eng wird, dass wir Angst haben, nicht durchzukommen. Die Balkone der Häuser stehen in die Straße rein, Autos parken wo es möglich ist. Manchmal haben wir wirklich nur 10 cm Platz links und rechts. Mit einem größeren Auto wäre es großteils unmöglich im Norden von Chios durchzukommen, da die Hauptstraßen unweigerlich durch kleine  Dörfer führen. 



(Hauptstraße) 

Auch ist es gar nicht so leicht Vorräte zu bekommen. In den Dörfern gibt es meist gar nichts. Hin und wieder wenigstens eine kleine Taverne, in die wir gerne auf eine Stärkung oder Erfrischung einkehrten. Alles sehr beschaulich. 

Zum Einkaufen müssen wir dann doch in die größeren Orte im Osten und Süden zurückkehren oder hoffen, dass wir in einem kleinen Hafen Fisch bekommen.

Zwei Nächte verbringen wir im Nordwesten in einer Bucht mit einem malerischen Kircherl. Anfangs sind wir vom Strand mit den großen runden Kieseln nicht so begeistert, aber nachdem wir etwas Müll eingesammelt haben und den schönen Sonnenuntergang genossen haben, wird es einer unserer Lieblingsstrände. Wir sind großteils wirklich ganz alleine, nur einmal kommt eine Familie für ein paar Stunden zum Baden runter, zum Glück lassen sie sich am anderen Ende der Bucht nieder. 



Die Tage und Nächte sind extrem heiß, am Abend dreht der Wind und wir haben das Gefühl, dass der Landwind der uns um die Ohren weht, 40 Grad hat.  Entspanntes Schlafen ist momentan etwas schwierig.


Was uns besonders freut, wir entdecken Kritamo, den Meeresfenchel, den wir auf Chalkidiki kennengelernt haben. Natürlich ernten wir gleich etwas und am nächsten Tag wird er schon zum Fisch zubereitet.


Gestern haben wir im Nordwesten eine kleine Bucht gefunden, in der wir auch komplett alleine sind. Die Zufahrt war wieder mal etwas herausfordernd. Starke Auswaschungen und Schrägen inklusive. Aber mittlerweile hab ich mich schon wieder an das Offroaden gewöhnt. Zwischendurch mussten wir sogar mit der Minimotorsäge 2 Äste absägen um überhaupt durchzukommen. 


Wir freuen uns, dass es der erste Strand ist, an dem wir ein paar Ziegen sehen. Seltsamerweise haben wir auf der Insel bis jetzt kein einziges Schaf und auch nur vereinzelt ein paar Ziegen gesehen. Ganz untypisch für Griechenland. Da haben wir uns wohl zu früh gefreut, denn heute hat uns schon um 7 Uhr in der früh eine der Ziegen mit ihrem Gemeckere aufgeweckt. 


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